Rabbit-Vibratoren: Kaufberatung und Empfehlungen
Rabbit-Vibratoren kombinieren vaginale und klitorale Stimulation in einem einzigen Toy. Zwischen den einzelnen Modellen gibt es jedoch teils erhebliche Unterschiede. Neben klassischen Rabbit-Vibratoren gibt es inzwischen auch Varianten mit Druckwellen- oder Schallwellentechnologie, App-Steuerung sowie verschiedenen Zusatzfunktionen. Darüber hinaus spielen Faktoren wie die Form des Schafts, die Flexibilität des Klitorisarms oder die Vibrationsstärke eine wichtige Rolle. In diesem Ratgeber stellen wir dir empfehlenswerte Rabbit-Vibratoren vor und erklären, worauf du beim Kauf achten solltest, damit du ein Modell findest, das zu dir passt.
Unsere Empfehlungen im Überblick
In der folgenden Übersicht stellen wir Rabbit-Vibratoren vor, die sich jeweils in einem bestimmten Bereich besonders auszeichnen. Zu jeder Empfehlung sind die wichtigsten Eigenschaften sowie Vor- und Nachteile kurz zusammengefasst.
Worauf sollte man beim Kauf eines Rabbit Vibrators achten?
Rabbit-Vibratoren unterscheiden sich unter anderem in der Art der Stimulation, ihrer Bauform, ihren Steuerungsmöglichkeiten und ihrer technischen Ausstattung. Welche Unterschiede beim Kauf eine Rolle spielen, erklären wir in den folgenden Abschnitten.
Stimulationsart
Bei klassischen Rabbit-Vibratoren erfolgt sowohl die innere als auch die äußere Stimulation durch Vibration. Es gibt jedoch auch Ausführungen, die für einen oder beide Bereiche andere Techniken nutzen. Am einführbaren Schaft kann beispielsweise Oszillation zum Einsatz kommen, wodurch die Innenseite der Spitze rhythmisch gegen den G-Punkt klopft. Daneben gibt es Modelle, bei denen ein motorisierter Mechanismus dafür sorgt, dass die Spitze kreist oder sich auf und ab bewegt. Rotierende Elemente am Schaft und Stoßbewegungen sind weitere Möglichkeiten, wechselnden Druck oder Reibung an der Vaginalwand zu erzeugen.
Auch bei der Klitorisstimulation gibt es Alternativen zur Vibration. Manche Modelle arbeiten zum Beispiel mit pulsierendem Luftdruck. Auch wenn die Hersteller dafür unterschiedliche Bezeichnungen verwenden, etwa Pleasure Air, Air Pulse oder SenSonic, ist das Funktionsprinzip mehr oder weniger gleich.
Welche Kombination aus innerer und äußerer Stimulation zu dir passt, hängt natürlich von deinen Vorlieben ab. Beim Schaft kommt es darauf an, ob dein G-Punkt eher auf Vibration, Druck oder Reibung anspricht. Je nachdem kannst du entscheiden, ob die Schaftspitze beweglich sein soll oder nicht. Bei der Klitorisstimulation ist hingegen entscheidend, ob direkte Vibration bei dir schnell zu einer Überreizung führt. Sollte das der Fall sein, könnte ein Modell mit Druckwellentechnologie eine sanftere, aber nicht weniger effektive Alternative für dich sein. Allerdings sind solche Geräte bei der Passform weniger flexibel. Darauf gehe ich im nächsten Abschnitt genauer ein.
Kaufst du deinen ersten Rabbit-Vibrator oder bist dir bei den Stimulationsarten noch unsicher, würde ich ein Modell wählen, das ausschließlich mit Vibration arbeitet.
Passform
Bei einem Rabbit-Vibrator müssen der Schaft und der daran angebrachte kürzere Arm gleichzeitig an den jeweiligen Stimulationspunkten anliegen. Die Länge und Krümmung des Schafts beeinflussen, an welcher Stelle er die vordere Vaginalwand berührt. Für die äußere Stimulation sind der Winkel des Klitorisarms und der Abstand seiner Kontaktfläche zum Schaftansatz entscheidend. Passen diese Verhältnisse nicht zur eigenen Anatomie, liegt der stärkste Kontaktpunkt des Schafts möglicherweise vor oder hinter dem G-Punkt oder der Klitorisstimulator nicht richtig auf der Klitoris. Da die Lage der G-Zone und der Abstand zwischen Vaginalöffnung und Klitoris individuell variieren, gibt es keine universell passende Bauform.
Es gibt jedoch einige Modelle, bei denen sich der Winkel des Schafts anpassen lässt. Wer noch keine Erfahrung mit Rabbit-Vibratoren hat, sollte ein solches Modell wählen und außerdem darauf achten, dass der Klitorisarm nicht zu starr ist, da er sonst unangenehm drücken kann. Meiner Meinung nach ist der We-Vibe Nova 2 das Modell, das beide Stimulationspunkte am besten trifft und sich sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Anwenderinnen eignet.
Rabbit Vibratoren mit Druckwellen- oder Schallwellentechnologie bieten bei der Passform weniger Spielraum als klassische Modelle. Da der Schaft so weit eingeführt werden muss, bis der Stimulationskopf aufliegt, lassen sich Einführtiefe und Winkel praktisch nicht variieren. Das bedeutet, trifft die Schaftspitze in dieser Position den G-Punkt nicht optimal, lässt sich daran kaum etwas ändern. Um diesem Problem zu begegnen, setzen die meisten Hersteller bei diesem Stimulatorentyp auf kürzere bzw. stark gebogene, flexible Schäfte. Aus meiner Sicht ist der Womanizer Next Duo für diese Art der Doppelstimulation am besten konzipiert.
App-Steuerung
App-gesteuerte Rabbit-Vibratoren lassen sich sowohl über die Tasten am Gerät als auch per Smartphone oder Tablet bedienen. Einige Apps unterstützen auch die Steuerung per PC oder Smartwatch.
Eine App erweitert den Funktionsumfang des Vibrators deutlich. So lassen sich dort beispielsweise die Motoren getrennt steuern, was bei manchen Modellen über die Gerätetasten nicht möglich ist. Zudem lässt sich die Intensität in der App oft viel feiner regulieren als über die Tasten.
Im Vergleich zu den auf dem Gerät gespeicherten Vibrationsmustern bietet eine App außerdem eine deutlich größere Auswahl, und du kannst auch eigene erstellen und speichern. Eine Synchronisation der Vibrationen mit Musik oder Umgebungsgeräuschen ist ebenfalls möglich. Einige Modelle lassen sich sogar mit anderen interaktiven Sexspielzeugen synchronisieren, sodass beispielsweise ein kompatibler Masturbator auf die Bewegungen des Rabbit-Vibrators reagiert oder umgekehrt.
Darüber hinaus unterstützen manche Modelle die Verbindung mit Cam-Portalen. Dort lassen sie sich in Liveübertragungen einbinden, bei denen die Zuschauer durch Trinkgelder Vibrationen auslösen können. Die Person vor der Kamera legt vorher fest, wie stark und wie lange das Toy bei einem bestimmten Betrag vibrieren soll. Über das Internet kann auch dein Partner die Steuerung des Toys übernehmen. Das ist besonders für Paare in Fernbeziehungen interessant.
Ob eine App für dich sinnvoll ist, hängt letztlich davon ab, wie du den Vibrator nutzen möchtest und wie viel Wert du auf zusätzliche Steuerungs- und Konfigurationsmöglichkeiten legst.
Die umfangreichste App und die zuverlässigste Bluetooth-Verbindung bietet für mich übrigens Lovense.
Getrennte Motorsteuerung
Mit einer getrennten Motorsteuerung kannst du die Intensität für jeden Stimulationsarm einzeln einstellen. Bei einer gemeinsamen Steuerung wirkt sich dagegen jede Änderung auf beide Motoren aus. So kann dir die Stimulation an einer Stelle bereits zu stark und an der anderen noch zu schwach sein.
Neben der Intensität kannst du bei manchen Modellen auch für jeden Motor einen anderen Modus auswählen. Dann kannst du beispielsweise eine konstante Vibration am Schaft mit einem pulsierenden Vibrationsmuster am Klitorisstimulator kombinieren. Ebenso praktisch ist es, wenn sich die Motoren einzeln ausschalten lassen. Wird dir die Doppelstimulation zwischendurch zu viel, kannst du so einen Motor abschalten, während der andere weiterläuft.
Ein Modell, das alle genannten Steuerungsmöglichkeiten sowohl über die Tasten am Gerät als auch über die App bietet, ist der We-Vibe Nova 2.
Lautstärke
Ein leiser Rabbit-Vibrator ist besonders dann sinnvoll, wenn du mit anderen zusammenwohnst und ihn möglichst unauffällig nutzen möchtest. Aus Erfahrung kann ich aber sagen, dass man sich hier auf Herstellerangaben wie „flüsterleise“ in den allermeisten Fällen leider nicht verlassen kann. Auch Dezibelwerte sind nur bedingt aussagekräftig, da meist Angaben zum Messabstand sowie zu den verwendeten Modi und Intensitätsstufen fehlen. Online-Bewertungen helfen ebenfalls nicht wirklich weiter, denn zum einen fehlt vielen Nutzern der Vergleich mit anderen Toys, was zu unrealistischen Erwartungen führen kann, zum anderen wird die Lautstärke individuell sehr unterschiedlich wahrgenommen. So habe ich schon oft erlebt, dass ein Modell online immer wieder als besonders laut kritisiert wurde, mir selbst aber höchstens mittellaut vorkam.
Allgemein kann man jedoch sagen, dass Geräte mit einer weichen Silikonummantelung tendenziell leiser sind, da das Material geräuschdämpfend wirkt. Rabbits mit Stoßfunktion oder beweglicher Schaftspitze sind dagegen aufgrund ihres mechanischen Antriebs meistens lauter als Modelle, deren Schaft ausschließlich vibriert. Bei batteriebetriebenen Geräten können zusätzlich locker sitzende Batterien Klappergeräusche verursachen. Diese mögliche Geräuschquelle entfällt natürlich bei einem fest eingebauten Akku.
Bei Druckwellenmodellen kann der Klitorisstimulator deutlich leiser werden, sobald der Stimulationskopf aufliegt. Die Duo-Reihe von Womanizer verfügt über eine Start-Stopp-Automatik, die diesen Hautkontakt erkennt und den Druckwellenmotor erst dann einschaltet.
Akkulaufzeit
Angaben wie „bis zu zwei Stunden Akkulaufzeit“ bedeuten nicht, dass das Gerät bei jeder Einstellung so lange durchhält. Gerade auf hohen Intensitätsstufen oder bei Steuerung über die App kann der Akku deutlich früher leer sein. Praktisch ist deshalb eine Anzeige, die über den Akkustand informiert. Bei appgesteuerten Modellen lässt sich dieser in der App ablesen. Viele Geräte verfügen außerdem über eine LED, die vor einem niedrigen Akkustand warnt.
Für den normalen Gebrauch ist die Akkulaufzeit der meisten Modelle jedoch ausreichend. Außerdem ist der häufigste Grund für Unzufriedenheit mit einem Rabbit-Vibrator nicht eine zu kurze Akkulaufzeit, sondern eine schlechte Passform.
So benutzt du einen Rabbit Vibrator richtig
Mach dich vor der ersten Anwendung mit der Bedienung deines neuen Rabbit-Vibrators vertraut. Viele Modelle haben nämlich multifunktionale Tasten, bei denen die Dauer des Tastendrucks darüber entscheidet, welche Funktion ausgeführt wird. Wenn du das alles erst während der Anwendung herausfinden musst, kann dich das schnell aus dem Rhythmus bringen. Ein klassisches Beispiel: Du möchtest die Intensität verringern, hältst die Minustaste aber etwas zu lange gedrückt und schaltest damit das Gerät versehentlich aus.
Ist der Schaft deines Modells biegbar, kannst du ihn vorab in einen für dich passenden Winkel bringen. Danach gibst du etwas geeignetes Gleitgel darauf und bei Bedarf auch auf den äußeren Stimulationsarm. Statt den Schaft sofort einzuführen, kannst du damit langsam die Vulva stimulieren, um deine Erregung zu steigern. Wenn du so weit bist, führst du ihn ein und hältst die Intensität zunächst niedrig. Erhöhe sie erst nach und nach, um eine schnelle Überreizung zu vermeiden.
Um den Schaft besser auf deinen G-Punkt auszurichten, kannst du mit verschiedenen Winkeln experimentieren, indem du das Toy leicht kippst oder dein Becken etwas nach vorn beziehungsweise hinten neigst. Auch beim äußeren Stimulationsarm hast du einen gewissen Spielraum. Du kannst ihn an der Klitoris reiben, seitlich verschieben oder den Druck verändern. Allerdings funktioniert das alles bei klassischen Modellen viel besser als bei Druckwellenmodellen, deren Stimulationskopf möglichst dicht an der Klitoris anliegen muss.
Grundsätzlich kann ein Rabbit-Vibrator auch anal verwendet werden, vor allem weil der äußere Stimulationsarm verhindert, dass das Toy versehentlich vollständig in den After rutscht. Nur von einem unmittelbaren Wechsel zwischen analer und vaginaler Anwendung solltest du absehen. Besonders geeignet sind Modelle, die vollständig mit Silikon überzogen sind, da sie keine Zwischenräume im Material aufweisen und sich so viel leichter reinigen lassen.
⚠️ Wichtig: Möchtest du deinen Rabbit-Vibrator unter Wasser benutzen, achte auf die Schutzart. IPX4 bedeutet lediglich „spritzwassergeschützt“, weshalb das hier nicht ausreicht. Für die Dusche ist mindestens IPX6 erforderlich, für die Badewanne IPX7!
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